Burg Lichtenstein, Mittelalterliche Burgruine bei Holzhausen, Deutschland
Die Burg Lichtenstein ist eine abgegangene Spornburg auf dem 315 m ü. NN hohen Burgberg Lichtenstein oberhalb der Ulmbachtalsperre, nahe dem Greifensteiner Ortsteil Holzhausen. Sie lag an der alten Hohen Straße von Frankfurt über Wetzlar nach Köln. Erhalten sind nur Reste des Halsgrabens unterhalb des Bergplateaus und geringe Mauerreste.
Die Burg wurde um 1225 von den Herren von Lichtenstein gegründet und bestand nicht lange als eigenständige Befestigung. Sie wurde 1298 während militärischer Kämpfe zerstört und spielte danach als Macht- und Wohnort keine Rolle mehr.
Die Ruine liegt an der 11 km langen Drei-Burgen-Wanderung, die mit einem schwarzen Schild und der weißen Silhouette der Burg Greifenstein markiert ist. Der Weg führt von Greifenstein über die Ruine Lichtenstein nach Beilstein und zurück, vorbei an der Hohen Straße und dem Trompeters Loch oberhalb der Ulmbachtalsperre.
Die Ruine liegt nördlich des Stausees Ulmbach und ist über Wanderwege erreichbar, die auch andere Burgen in der Region verbinden. Besucher sollten mit unebenen Wegen und fehlenden Infrastrukturen rechnen und entsprechende Ausrüstung mitbringen.
Nach der Zerstörung der Burg zog die Familie von Lichtenstein nicht wieder am gleichen Ort auf, sondern gründete einen neuen Sitz anderswo in der Region. Diese Entscheidung zeigt, wie Adelsfamilien ihre Positionen nach Niederlagen neu positionierten.
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