Burg Limpurg, Mittelalterliche Burgruine in Schwäbisch Hall, Deutschland.
Limpurg ist eine Burgruine auf einem Hügel über Schwäbisch Hall mit Mauerresten und Fundamente, die die Bauweise einer mittelalterlichen Befestigung zeigen. Von den erhaltenen Steinen aus kann man die Struktur und Größe der ursprünglichen Anlage erahnen.
Walter Schenk von Schüpf, Reichserbschenk, errichtete die Burg vor 1230 auf Eigengut bei Schwäbisch Hall; 1230 wurde er als „pincerna de Limpurc“ bezeichnet, die erste direkte Nennung der Burg erfolgte 1263. 1541 verkaufte Schenk Erasmus von Limpurg sie für 45.700 Gulden an die Reichsstadt Schwäbisch Hall. Die Stadt ließ die Anlage bis 1575 abbrechen, zurück blieb die Ruine.
Die Schenken von Limpurg benannten sich um 1230 nach der Burg und hatten dort bis zum Verkauf durch Schenk Erasmus von Limpurg an die Reichsstadt Schwäbisch Hall im Jahr 1541 für 45.700 Gulden ihren Sitz. Erasmus verlegte seine Residenz nach Obersontheim und Gaildorf, während die Stadt die Anlage gegen Raubritter nutzte.
Die Ruine liegt etwa 1 km südöstlich der Schwäbisch Haller Altstadt oberhalb der Vorstadt Unterlimpurg auf 356,7 m auf einem nach Westen vorspringenden Sporn. Ein Feldwegknick im Süden lässt den alten Graben der älteren Wallanlage erkennen. Das Gelände ist uneben, die Mauern sind nicht gesichert; achten Sie auf den Tritt.
Die Burg liegt innerhalb einer vermutlich vorgeschichtlichen, wohl keltischen Befestigungsanlage. Etwa 150 m östlich des Burgbereichs ist ein rund 40 m langer, bis zu 4 m hoher Rest eines Abschnittswalls mit vorgelagertem Graben erhalten. Funde vom Hofgut Oberlimpurg wurden zunächst der Michelsberger Kultur (4400–3500 v. Chr.) zugewiesen.
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