Burg Lobenhausen, Burg in Baden-Württemberg, Deutschland
Burg Lobenhausen ist eine Burgruine auf einem Hügel bei Kirchberg an der Jagst, von der heute nur noch Mauerwerk und Fundamente erhalten sind. Neben den Steinresten befindet sich eine kleine romanische Kapelle mit Apsis und Turm, die Schutzfunktionen gehabt haben muss.
Die Burg wurde um 1085 von den Grafen von Lobenhausen gegründet und herrschte bis ins 14. Jahrhundert über die Region. Sie überstand die Bauernkrieg von 1525 mit Schäden, wurde aber später durch die Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg um 1645 endgültig aufgegeben und verfiel.
Der Name Lobenhausen stammt von den Grafen von Lobenhausen, die hier ihre Herrschaft ausübten und deren Namen sich im Ort widerspiegelt. Die Kapelle des Heiligen Johannes mit ihrem einfachen Design war Schauplatz wichtiger lokaler Zeremonien und zeigt, wie Religion und weltliche Macht eng miteinander verwoben waren.
Die Burg liegt auf einem Hügel nördlich von Lobenhausen, erreichbar über den Burgweg, eine kleine Straße, die hinaufführt. Der Standort bietet gute Aussichten auf die umliegende Landschaft und ist leicht zu Fuß erkundbar, ohne dass Einrichtungen vor Ort vorhanden sind.
Teile der alten Burgmauern wurden später in nahegelegene Bauernhöfe integriert und wiederverwendet, was zeigt, wie Bewohner die Ruine praktisch nutzte. Diese Wiederverwendung mittelalterlicher Steine ist ein seltenes Beispiel dafür, wie Geschichte in den Alltag einer ländlichen Gemeinde eingewoben wurde.
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