Erdstall von Rot am See, Mittelalterliches Tunnelsystem in Rot am See, Deutschland.
Der Erdstall ist ein Tunnelsystem unter Rot am See, das aus engen Gängen mit ovalen Querschnitten besteht. Die Decken liegen etwa 1,5 Meter über dem Boden, und an mehreren Stellen muss man auf Händen und Knien kriechen, um durchzukommen.
Das System wurde zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert angelegt, wie Kohlenstoffdatierungen von Feuerstellenproben zeigen. Die genaue Funktion bleibt rätselhaft, aber Hinweise deuten auf Nutzung für Lagerung oder Schutz hin.
Der Name "Erdstall" stammt von den unterirdischen Gängen, die von Einheimischen über Jahrhunderte hinweg erwähnt wurden. Besucher können heute noch sehen, wie eng und niedrig diese Räume sind, was zeigt, dass sie nur für kurze Aufenthalte gedacht waren.
Die Temperatur unter der Erde bleibt das ganze Jahr über konstant kühl, unabhängig von der Jahreszeit. Besucher sollten sich auf enge Räume vorbereiten und benötigen möglicherweise eine Taschenlampe, da es kein natürliches Licht gibt.
In den tiefsten Bereichen des Systems findet man behauene Steinsitze, obwohl der Platz extrem begrenzt und absolute Dunkelheit herrscht. Dies deutet darauf hin, dass Menschen bewusst Zeit in diesen unbequemen Räumen verbrachten.
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