Burgruine Löwenstein, Mittelalterliche Burgruine in Bad Zwesten, Deutschland.
Burg Löwenstein ist die Ruine einer Höhenburg auf 341,2 m ü. NHN am Ortberg bei Oberurff-Schiffelborn in Bad Zwesten. Erhalten ist der 26 m hohe Bergfried mit Hocheingang in 7 m Höhe, der über eine Zugbrücke erreichbar war; die Hauptburg hatte fünf Herrenhäuser und eine um 1300 erwähnte Kapelle, die Vorburg Schmiede, Back- und Brauhaus sowie Stallungen innerhalb einer 450 m langen Ringmauer.
Werner II. von Bischoffshausen vollendete die Burg 1236 als Lehen der Landgrafen von Thüringen; erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1253. Er benannte sie Löwenstein nach dem Löwen im Wappen seiner Frau Gertrud von Itter. 1247 unterstützte er Herzogin Sophie von Brabant im thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg; später besaßen drei Familienlinien die Burg als Ganerben gemeinsam.
Der Name Löwenstein geht auf Gertrud von Itter zurück, deren Familienwappen einen Löwen zeigte; ihr Gemahl Werner II. von Bischoffshausen benannte die Burg nach ihr. Die Burg war eine Ganerbenburg im gemeinsamen Besitz dreier Linien – Löwenstein-Schweinsberg, Löwenstein-Westerburg und Löwenstein-Romrod –, die sie bis ins 14. Jahrhundert gemeinsam bewohnten. Die um 1300 erstmals erwähnte Kapelle hielt 1710 ihren letzten Gottesdienst.
Besucher können über 82 Stufen zur Aussichtsplattform aufsteigen, die etwa 26 Meter über dem Boden liegt. Von oben hat man Ausblicke auf Bad Zwesten und die umliegende Gegend bis zum Tal der Schwalm.
Der Hocheingang des Bergfrieds lag in 7 m Höhe und war über eine Zugbrücke von einem benachbarten, heute verschwundenen Wohnhaus aus erreichbar; im Zugangsbereich befand sich die Wächterstube, darunter ein fensterloses Verlies.
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