Burg Jesberg, Mittelalterliche Burg in Jesberg, Deutschland.
Burg Jesberg ist die Ruine einer romanischen Höhenburg, die um 1200 auf dem 280 m hohen Schloßberg über Jesberg an der alten Fritzlarer Straße begonnen wurde. Erhalten sind der romanische Bergfried sowie Teile von Palas, Kellern und Ringmauern; die übrige Wehranlage wurde 1425 bis 1426 unter Happel Katzmann erneuert und durch einen Wallgraben verstärkt.
Das Bauwerk wurde zwischen dem späten 12. und frühen 13. Jahrhundert errichtet und diente zunächst lokalen Herrschern. Der Besitz wechselte 1241 an Erzbischof Siegfried III., wodurch die Burg in den Einflussbereich der Kirche kam.
Der Name Jesberg geht auf „Jagsperg“ oder „Jagesburg“ zurück, die Bezeichnung für Burg und Gericht „Lenswideshusen“ nach dem Verkauf an Mainz durch die von Linsingen 1241. Die Burg lag an der alten Fritzlarer Straße, einer der ältesten Handelsstraßen Hessens zwischen Wetterau und dem Raum Fritzlar/Gudensberg. Von April bis Oktober ist der Bergfried täglich von 9 bis 20 Uhr frei zugänglich und bietet einen Blick auf Jesberg und den Kellerwald.
Der Aufstieg zur Burg ist von außen zugänglich und führt über angelegte Wege hinauf zum Gelände. Ein Parkplatz befindet sich im Ort unten, von wo aus der Wanderweg mit mittlerer Steigung beginnt.
Die Steine der Ruine wurden über lange Zeit als Baumaterial für Häuser in der Stadt genutzt, bis ein Kaufmann die Ruinen 1820 kaufte und rettete. Diese Praxis war damals normal, zerstörte aber fast vollständig, was heute noch sichtbar ist.
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