Burgruine Neugutenstein, Burgruine in Sigmaringen, Deutschland
Burg Neugutenstein ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem isolierten Felsvorsprung in 660 Metern Höhe bei Sigmaringen in Deutschland. Erhalten sind Teile eines Wohnturms und Reste der Befestigungen, die das ursprüngliche Bauwerk erahnen lassen.
Die Burg wurde erstmals 1354 erwähnt und gehörte Burkhard von Reischach als Lehen von Herzog Albrecht von Österreich. Sie diente über lange Zeit als Befestigung für die Region und wurde später aufgegeben.
Die Burg hieß zunächst Niedergutenstein und später Gebrochen Gutenstein, ein Name, der in einer Tauschurkunde von 1659 mit dem Kloster Laiz belegt ist. Durch Heirat kam die Ruine um 1530 an die Truchsessen von Waldburg zu Scheer und 1783 an den Fürsten Karl Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen. Ein gotischer Fenster- oder Torbogen war jahrzehntelang von der Donautalstraße aus zu sehen, bis ihn Mitte Januar 2008 ein Sturm zum Einsturz brachte.
Die Ruine liegt auf einer Felsnadel an der linken Talkante des Donautals, oberhalb der Straße von Sigmaringen nach Beuron, zwischen dem Bahnhof Inzigkofen und Inzigkofen-Dietfurt. Die Felsnadel liegt bei rund 660 Metern über Normalnull, die Donau bei etwa 577 Metern. Nur die Hauptburg stand auf dem Felsen, der Wirtschaftshof lag auf der angrenzenden Hochfläche.
Die Burg war in zwei Bereiche unterteilt: die Hauptfestung auf dem Fels und einen angrenzenden Wirtschaftshof für tägliche Aufgaben. Diese Aufteilung zeigt, wie man Platz optimal nutzte und Wohnen sowie Arbeiten räumlich trennte.
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