Burgruine Osternohe, Mittelalterliche Burgruine in Schnaittach, Deutschland.
Burgruine Osternohe ist eine verfallene Höhenburg auf einem felsigen Sporn des Schlossberges auf etwa 515 Metern Höhe über dem Ort Schloßberg bei Schnaittach in Mittelfranken. Erhalten sind nur Reste grauen Mauerwerks, darunter ein gerades Mauerstück und eine grobe Öffnung im Fels; die Oberburg ist frei zugänglich und dient als Aussichtspunkt, die Unterburg ist größtenteils in Privatbesitz.
Osternohe erscheint 1169 mit dem Edelfreien Poppo de Osternahe, und die Höhenburg ist 1228 als „castrum Osternach“ bezeugt. Nürnberger Truppen brannten am 9. März 1450 im Ersten Markgrafenkrieg die Unterburg nieder; nach 1457 wurde sie wiederhergestellt. Im Zweiten Markgrafenkrieg plünderten und brandschatzten Nürnberger Söldner die Burg am 23. Mai 1553, und sie diente bis 1722 als markgräflicher Amtssitz. Nach 1766 beschädigte ein Blitzschlag den Bergfried, die restlichen Gebäude dienten als Steinbruch.
Der Name Osternohe erscheint erstmals 1169 mit dem Edelfreien Poppo de Osternahe. Das bedeutendste Familienmitglied, Poppo IV., beteiligte sich 1229 am Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. nach Jerusalem, nahm 1241 an der Schlacht von Liegnitz teil und amtierte von 1253 bis 1257 als Hochmeister des Deutschen Ordens. Er wurde im Kloster Mallersdorf begraben.
Die Ruine ist über mehrere Wanderwege zugänglich und verfügt über eine informative Tafel mit historischen Angaben. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben und die Wege teilweise steil sind.
Der Bergfried auf einer Zeichnung von J. L. Hoffmann aus dem Jahr 1773 hatte eine Außenschale aus größeren Quadern, weshalb er vorsichtig in die Jahrzehnte um 1200 datiert wird. Die Restaurierung von 1968 machte aus dem einst fünfeckigen Bergfried den heutigen quadratischen Turmstumpf.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.525 Mitwirkenden weltweit.