Burgruine Rothenfels, Mittelalterliche Burgruine in Immenstadt, Deutschland
Burg Rothenfels ist eine verfallene Spornburg auf einem bewaldeten Bergsporn auf 853 m ü. NN nordwestlich von Immenstadt über dem Kleinen Alpsee. Die Mauern bestehen aus örtlichem Nagelfluhfels mit Bruchsteinfüllung; im Westen ist ein etwa vier Meter langer Mauerzug aus mächtigen Nagelfluhquadern erhalten, und auf dem Plateau sind die Schutthalden des Abbruchs im frühen 19. Jahrhundert zu erkennen. Die Anlage ist nicht mehr frei zugänglich.
Die Herren von Schellenberg errichteten die Spornburg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts; 1273 ging sie an Rudolf von Habsburg, 1332 an Graf Wilhelm II. von Montfort. 1462 zerstörte ein Blitzschlag die Burg, die danach wieder aufgebaut wurde. 1816/18 brach man die noch weitgehend erhaltene Anlage für eine Stuterei ab; 1875 erwarb die Stadt Immenstadt die Ruine.
Der Name Rothenfels verweist auf den roten Fels des Standorts. Die Burg bildete mit der nur etwa 170 Meter entfernten Burg Hugofels eine Doppelanlage; der Bereich dazwischen mit einem gemeinsamen Außentor ist noch heute bewohnt. Der Burgsteinbruch lag direkt hinter dem teilweise erhaltenen Wohnturm von Hugofels.
Die Ruine ist nicht frei zugänglich, da die Bausubstanz stark gefährdet ist; betreten Sie die einsturzgefährdeten Mauern nicht. 2007 wurde im Zuge der Burgenregion Allgäu eine moderne Informationstafel auf dem Gelände aufgestellt. Die Burg liegt auf 853 m ü. NN auf einem Sporn über dem Kleinen Alpsee, nordwestlich von Immenstadt.
1462 zerstörte ein Blitzschlag die Burg, die danach wieder aufgebaut wurde; 1816/18 brach man sie für einen Fohlenhof und eine Stuterei weitgehend ab. Die Schutthalden dieser Abbrucharbeiten sind auf dem Plateau noch zu erkennen, und eine Lithographie von Xaver Glötzle (um 1850/60) zeigt die Anlage zu Beginn des Abbruchs.
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