Burg Hugofels, Mittelalterliche Burgruine auf Anhöhe in Immenstadt, Deutschland
Die Burganlage Hugofels sind Steinruinen auf einem bewaldeten Hügel oberhalb der Alpseen bei Immenstadt in Bayern. Die erhaltenen Mauerreste zeigen noch deutlich die Grundrisse des einstigen Hauptturms mit seinen vier Eckerverstärkungen und geben einen Eindruck von der Ausdehnung der Befestigung.
Die Burg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet und bildete zusammen mit der benachbarten Burg Rothenfels einen doppelten Befestigungskomplex. Nach der Übernahme durch die Grafen von Königsegg-Aulendorf im Jahr 1567 verlor die Anlage allmählich ihre Bedeutung.
Der quadratische Wohnturm mit vier Eckverstärkungen stellt eine im deutschen Alpenraum seltene Architektur dar, die französischen und schweizerischen Vorbildern folgt.
Der Ruinenhügel ist frei zugänglich und bietet von den Mauerresten zwei natürliche Aussichtspunkte mit weitem Blick über die Alpseen und das umliegende Tal. Besuchertafeln vor Ort erklären die Baugeschichte und helfen, die einzelnen Strukturen der Befestigung zu verstehen.
Im Keller des Hauptturms befindet sich eine kleine Zisterne in der nordöstlichen Ecke, die bei archäologischen Grabungen zwischen 1932 und 1939 entdeckt wurde. Diese seltene Wasserspeicheranlage zeigt, wie die Bewohner in der Höhenlage des Berges ihre Wasserversorgung sicherten.
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