Burg Hugofels, Mittelalterliche Burgruine auf Anhöhe in Immenstadt, Deutschland
Burg Hugofels ist eine Ruine auf dem höchsten Punkt eines schmalen Grates nordöstlich der Burg Rothenfels über dem Großen und dem Kleinen Alpsee bei Immenstadt. Der annähernd quadratische Wohnturm von etwa 21 auf 21 Metern steckt in einem rund fünf Meter hohen Schuttkegel; am besten erhalten ist die Südwand aus großen Nagelfluhbrocken. Zwei Eckrondelle von etwa 7,7 Metern Durchmesser sind noch vorhanden und dienen heute als Aussichtspunkte.
Die Burg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet und bildete zusammen mit der benachbarten Burg Rothenfels einen doppelten Befestigungskomplex. Nach der Übernahme durch die Grafen von Königsegg-Aulendorf im Jahr 1567 verlor die Anlage allmählich ihre Bedeutung.
Der quadratische Wohnturm mit vier Eckverstärkungen stellt eine im deutschen Alpenraum seltene Architektur dar, die französischen und schweizerischen Vorbildern folgt.
Der Ruinenhügel ist frei zugänglich und bietet von den Mauerresten zwei natürliche Aussichtspunkte mit weitem Blick über die Alpseen und das umliegende Tal. Besuchertafeln vor Ort erklären die Baugeschichte und helfen, die einzelnen Strukturen der Befestigung zu verstehen.
Die rechteckige Zisterne in der Nordostecke des Turmes liegt etwa drei Meter unter dem Kellerboden. Das Wasser wurde über einen Schöpfschacht aus den Obergeschossen entnommen; das Kellergewölbe selbst ist heute nur noch durch einen runden Licht- und Belüftungsschacht in seiner Decke zugänglich.
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