Burgruine Siegenstein, Mittelalterliche Burgruine in Wald, Bayern, Deutschland
Burg Siegenstein ist eine Burgruine in Wald, die auf einem Granitberg etwa 546 Meter hoch liegt und von Granitmauern geprägt wird. Die erhalten gebliebenen Mauern findet man besonders im südlichen und nordöstlichen Bereich der Anlage, wo man die alte Bauweise noch deutlich erkennen kann.
Bei der Teilung Bayerns 1255 fiel Siegenstein mit der Burggrafschaft Regensburg an Herzog Ludwig II., der es 1282 mit allen Rechten an das Bistum Regensburg unter Bischof Heinrich II. schenkte. Die Bischöfe belehnten Konrad von Ehrenfels, später kam die Burg an die Prackendorfer und Teuffel. 1606 lag die Anlage in Trümmern.
Die Burgkapelle, im 13. Jahrhundert östlich des Burgbergs im Bereich der Vorburg errichtet, ist den Heiligen Laurentius und Georg geweiht, nicht dem heiligen Ägidius. Der Altaraufbau aus dem 17. Jahrhundert trägt kannelierte Säulen und Figuren der Heiligen Hedwig und Laurentius; auf dem Dach sitzt ein schindelgedeckter Dachreiter aus dem 17. Jahrhundert.
Der Ort ist als architektonisches und Bodendenkmal in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen und unter Schutz gestellt. Besucher sollten mit unebenem Gelände und teilweise Verfallenen Strukturen rechnen, daher ist angemessenes Schuhwerk wichtig.
Die Burgkapelle wurde im 13. Jahrhundert östlich des Burghügels erbaut und vereint Romanik mit Gotik in ihrer Architektur. Eine letzte äußere Renovierung fand 1974 statt und erhielt diese seltene Mischung der Baustile.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.862 Mitwirkenden weltweit.