Burgruine Stollburg, Mittelalterliche Burgruine in Oberschwarzach, Deutschland
Stollburg ist eine Burgruine in Oberschwarzach mit Steinresten, darunter ein Turm von etwa 14 Metern Höhe und Mauern mit einer Stärke von etwa 2,5 Metern, die mittelalterliche Bautechniken zeigen. Die Überreste vermitteln einen Eindruck von der Konstruktion und Größe einer mittelalterlichen Befestigung.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Herren von Stollberg erbaut, kam 1237 an das Hochstift Würzburg und wurde 1303 Sitz eines Würzburger Amtmannes. 1236 wurde Ludwig von Stollberg in einer Fehde mit Bischof Hermann von Lobdeburg erschlagen; das Geschlecht endete damit nicht. Am 2. Mai 1525 wurde die Burg im Bauernkrieg zerstört und niedergebrannt, während Amtmann Wolfgang I. Graf von Castell nach Würzburg gerufen wurde, um die Festung Marienberg zu verteidigen.
Der Heimatforscher Gerhard Wagner vertrat die These, der Minnesänger Walther von der Vogelweide sei um 1170 auf der Stollburg geboren; belegt ist das nicht. Namengebend war die Burg zudem für die Herren von Stollberg: Walter, Conrad, Heinrich und Ludwig erscheinen zwischen 1172 und 1200 als Zeugen in Königsurkunden.
Die Ruine liegt auf 442,9 Metern am 476 Meter hohen Stollberg über dem Oberschwarzacher Ortsteil Handthal im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Die Anlage ist ein Bodendenkmal; der halb verschüttete Kellereingang und die Mauerreste dürfen nicht verändert werden. Nächstgrößerer Ort ist Gerolzhofen, rund 6,4 Kilometer östlich.
Die Burg steht auf dem 476 Meter hohen Stollberg, den die Quellen als Frankens höchste Weinlage bezeichnen; die Ruine selbst liegt auf 442,9 Metern. Der Heimatforscher Gerhard Wagner vertrat die These, der Minnesänger Walther von der Vogelweide sei um 1170 auf der Stollburg geboren worden – ein bis heute unbewiesener Anspruch.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.118 Mitwirkenden weltweit.