Schloss Bimbach, Denkmalgeschütztes Schloss in Prichsenstadt, Deutschland
Schloss Bimbach ist eine dreigeschossige spätbarocke Hakenwinkelanlage mit Walmdach, die 1701–1703 nach Entwürfen von Joseph Greissing entstand. Die Ostfassade hat sieben Fensterachsen und einen dreiachsigen Mittelrisalit mit Giebel; das Nordportal trägt das Wappen der Fuchs von Bimbach und die Jahreszahl 1703. An den größeren Nebentrakt schließt das mittelalterliche, spitzbogige Torhaus von 1487 an, und ein See vor der Hauptfassade spiegelt den Bau.
Ein Adelssitz in Bimbach ist erstmals 1385 als von einem Wassergraben umgebene Burg der Würzburger Fürstbischöfe belegt. 1404 verkauften die Brüder Lemplein sie an die Familie Fuchs, die sich Fuchs von Bimbach nannte. Um 1487 entstand ein gotischer Neubau, den Bauern 1525 im Deutschen Bauernkrieg plünderten und niederbrannten. Gilg Vältin errichtete 1585/86 ein Renaissanceschloss, Joseph Greissing gestaltete es 1701 bis 1703 um.
Der Name Fuchs von Bimbach, den die Familie trug, die das Schloss 1404 erwarb, lebt im Wappen über dem Hauptportal weiter, das von der Jahreszahl 1703 eingerahmt wird. Im Inneren führt eine zentrale Diele im Haupttrakt über eine einläufige Treppe mit Balusterbrüstung zu den Räumen, die ihre ursprüngliche Aufteilung bewahrt haben; von der alten Ausstattung ist unter anderem ein Gobelinimitat aus dem 18. Jahrhundert erhalten.
Das Schloss liegt im Südwesten von Bimbach, einem Ortsteil von Prichsenstadt im Landkreis Kitzingen. Es wird heute als privates Hofgut genutzt, das Innere ist daher nicht zu besichtigen; vom öffentlichen Weg aus sind jedoch der Hof, das mittelalterliche Torhaus mit dem Wappenstein von 1487 und der See vor der Hauptfassade zu sehen.
Das Hauptportal an der Nordseite trägt das Wappen der Fuchs von Bimbach und die Jahreszahl 1703, als der Bau unter Joseph Greissing weitgehend abgeschlossen war. Steine stammten zum Teil aus der Ruine der Stollburg oberhalb von Oberschwarzach. Im Nordwesten hat sich das mittelalterliche spitzbogige Torhaus mit einem Wappenstein von 1487 erhalten.
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