Burgruine Wolfstein, Mittelalterliche Burgruine nahe Landshut, Deutschland
Burgruine Wolfstein ist eine Burganlage bei Landshut, deren Überreste auf einem südlichen Hang des Isar-Tals liegen. Die erhaltenen Spuren zeigen rechteckige Kellergewölbe und Fundamentmauern, die von der ursprünglichen Konstruktion stammen und sich etwa 450 Meter über dem Meeresspiegel befinden.
Die Burg entstand als Adelssitz und erlebte ihren Höhepunkt, als Konradin, der letzte männliche Staufer, hier 1252 geboren wurde. Im 14. Jahrhundert nutzte Kaiser Ludwig IV. das Anwesen als Jagdloge und vermachte es seiner zweiten Frau als Mitgift.
Der Ort erinnert an Konradin, einen der letzten Vertreter der Staufer-Dynastie, dessen Name hier mit einer Gedenktafel an der alten Hofanlage bewahrt wird. Besucher können sehen, wie die ursprünglichen Mauern des Schlosses in den später gebauten Hof von 1800 eingearbeitet wurden und so zwei Epochen übereinander liegen.
Die Ruine liegt südwestlich von Niederaichbach im östlichen Landshut und ist als archäologisches Denkmal geschützt. Der Zugang erfolgt zu Fuß über die lokale Wanderwegverbindung, wobei der Ort das ganze Jahr über begehbar ist.
Konradin starb jung in Neapel, doch sein Geburtsort behielt seinen Namen und wurde später als Hofanlage weitergenutzt. Diese Verbindung zwischen einem tragischen historischen Schicksal und dem alltäglichen Leben an demselben Ort macht den Platz für viele Besucher persönlich interessant.
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