Burgstall Brungershausen, Mittelalterliche Burganlage in Brungershausen, Deutschland
Burgstall Brungershausen ist eine mittelalterliche Burganlage in Hessen, von der heute Überreste von Gräben, Mauern, Steingebäuden und einem zentralen Turmfundament erkennbar sind. Die archäologischen Strukturen zeigen das typische Layout einer befestigten Siedlung aus dieser Zeit.
Die Burg wurde im 8. Jahrhundert erbaut und im 10. und 13. Jahrhundert ausgebaut. Eine Urkunde des Klosters Caldern von 1254 nennt als Zeugen einen Gerlach von Brungershausen, ohne dass klar ist, ob er adelig oder bäuerlich war. Keramik des 10. bis 13. Jahrhunderts überwiegt, spätmittelalterliche Ware fehlt, was auf ein Ende im 13. Jahrhundert hindeutet.
Die Burg war einst Sitz einer Adelsfamilie, die in Dokumenten des Mittelalters erwähnt wird und das Gebiet prägte. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie solche Familien ihre Macht von befestigten Plätzen aus ausübten.
Das Gelande ist ein offenes archäologisches Ausgrabungsgebiet, das auf Pfaden erkundet werden kann und keine speziellen Zutrittsvoraussetzungen hat. Besucher sollten wetterfeste Kleidung mitbringen, da der Boden nach Regen feucht und rutschig sein kann.
Erst 1992 wurde die Anlage wiederentdeckt, als auf einem Luftbild ein quadratisches Turmfundament auffiel. Seit 1995 untersucht die studentische Forschungsgruppe Brungershausen der Universität Marburg die Stelle mit geoelektrischer und geomagnetischer Prospektion sowie einem Lasertachymeter und erstellte daraus ein dreidimensionales Geländemodell.
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