Burgstall Böheimstein, Mittelalterliche Burgruine auf dem Schlossberg in Pegnitz, Deutschland.
Burgstall Böheimstein sind die Überreste einer mittelalterlichen Befestigung auf dem Schlossberg in Pegnitz auf etwa 543 Metern Höhe. Die erhaltenen Steinfundamente und Mauern bieten Aussichten über die fränkische Landschaft.
Die Landgrafen von Leuchtenberg errichteten die Burg vermutlich zwischen 1347 und 1357, nachdem ihnen Pegnitz 1347 zugefallen war. Als sie das Gebiet 1357 an Kaiser Karl IV. verkauften, wurde in den Urkunden bereits eine Veste erwähnt. Karl benannte sie in Böheimstein um und ließ sie verstärken, wobei ein Bergfried errichtet wurde. Im Zweiten Markgrafenkrieg belagerten Nürnberger Truppen die Burg und brannten sie 1553 nieder.
Den Namen Böheimstein wählte Kaiser Karl IV., zugleich König von Böhmen, zur Ehre seines neuen böhmischen Reiches; zuvor hieß der Ort Burg Pegnitz. Der erste böhmische Pfleger kam aus dem Geschlecht der Stiebar von Buttenheim. Johann Christoph Stierlein fertigte 1792 eine maßstabsgetreue topografische Karte der Ruine an und erkannte durchgehende Grundmauerspuren sowie einen Graben.
Mehrere Wanderwege führen vom Stadtzentrum Pegnitz zu dieser archäologischen Stätte, wobei die Wege gut zu Fuß zu bewältigen sind. Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Weg über unebenes Gelände verläuft.
Die Anlage wurde 1553 während des Zweiten Markgräflerkrieges durch Nürnberger Truppen erobert, geplündert und zerstört. Dieses Ereignis markierte das endgültige Ende der Festung nach vielen Konflikten.
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