Burg Hüls, Mittelalterliche Burgruine in Krefeld, Deutschland
Burg Hüls ist eine ruinöse Wasserburg aus Backstein im Krefelder Stadtteil Hüls, ab 1455 im Bruch östlich des Ortes errichtet. Das Herrenhaus fiel in der Pfingstnacht 1686 in sich zusammen und wurde nicht wieder aufgebaut; erhalten sind ein sanierter Turm, ein wieder errichteter Wehrgang und ein Burggraben, der wieder Wasser führen soll.
Der Erzbischof Dietrich von Moers erteilte 1455 dem Ritter Friedrich von Hüls die Genehmigung, eine neue Burg am Sumpfufer zu errichten. Diese Gründung markierte den Beginn einer Befestigung, die über Jahrhunderte als Verteidigungsanlage in der Region Krefeld Bedeutung hatte.
Der Name Hüls leitet sich vom niederdeutschen „Hulis“ ab, was Stechpalme bedeutet. Im Turm der Burg befindet sich heute ein Trauzimmer, das für Trauungen genutzt wird, und die angrenzende Grundschule verwendet die Burg als grünes Klassenzimmer.
Das Gelände ist von April bis September jeden Sonntag frei zugänglich und kostenlos zu besichtigen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der sumpfige Untergrund besonders nach Regen rutschig sein kann.
Freiwillige Helfer investierten tausende Stunden in die Wiederherstellung der Burgruine und den Ausbau des Turms zu modernen Räumen. Ihre Arbeit ermöglichte die Nutzung des Ortes als Veranstaltungsraum für die lokale Gemeinschaft.
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