Burg Ilow, Mittelalterliche Befestigung in Neuburg, Deutschland
Burg Ilow war eine Burganlage auf dem Wallberg, deren Überreste heute noch sichtbar sind, insbesondere in der südwestlichen Ecke des Geländes. Das Gelände erstreckt sich über mehrere Hektar und zeigt Spuren der früheren Befestigung sowie Funde aus archäologischen Ausgrabungen im nordöstlichen Bereich.
Die Befestigung funktionierte zunachst als Obotritische Burganlage, bis sie 1164 von Heinrich dem Lowen niedergebrannt und danach als Grenzfestung wieder aufgebaut wurde. Dieser Umbau markierte einen wichtigen Ubergang in der Kontrolle und strategischen Nutzung des Ortes.
Der Name Ilow stammt vom slawischen Wort 'Ilu' ab, was Ton oder Schlamm bedeutet und auf die damalige Tongewinnung in der Gegend hindeutet. Diese Namensgebung zeigt, wie stark die landwirtschaftlichen und handwerklichen Tätigkeiten das Leben hier geprägt haben.
Das Gelande ist heute als Ackerland in Nutzung, mit einem Schild, das auf den fruheren Burgstandort hinweist. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Terrain uneben ist und je nach Jahreszeit schlammig sein kann.
Ein zweites Festungswerk gleichen Namens steht etwa 1 Kilometer ostlich im Wald und bildet mit dieser Burg ein ungewohnliches Paar von historischen Wehrbau. Diese doppelte Anlage ist in der Region sehr selten und wirft Fragen uber die gemeinsame Verteidigungsstrategie auf.
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