Dorfkirche Hornstorf, Gotische Kirche in Hornstorf, Deutschland
Die Dorfkirche Hornstorf ist eine gotische Kirche mit Kreuzrippengewölben, die von Konsolen in Form von Maskenköpfen gestützt werden, und einem quadratischen westlichen Turm mit zweifach unterteilten Fenstern. Das Innere zeigt eine typische lutherische Ausstattung aus verschiedenen Epochen.
Die Kirche wurde erstmals am 10. Dezember 1327 bei einer geistlichen Streitsache genannt, ihre Gründung könnte aber früher erfolgt sein. Im 15. Jahrhundert wurden an der Nordseite eine kreuzgewölbte Sakristei und an der Südseite eine Vorhalle angefügt, in der zweiten Hälfte desselben Jahrhunderts entstand der quadratische Westturm mit Walmdach. Nach dem Dreißigjährigen Krieg schrieb Pastor Christian Köppen 1650 ins Kirchenbuch, die Kirche sei in schlechtem Zustand gewesen, mit wenigen Stühlen, herausgenommenen Steinen und aus dem Turm geschlagenen Glocken.
Der Name der Kirche erscheint in mittelalterlichen Urkunden als Hornstorp, Hornistorp und Hornestorpe, wohl nach der Gründerfamilie Horn, die um 1324 bei Wismar belegt ist. Die Renaissancenkanzel von 1651 trägt Schnitzwerk, am Treppenaufgang Malereien von Moses und Aaron; der Schalldeckel kam 1663 hinzu. Im Innern blieb ein geschnitztes Kruzifix aus der Mitte des 15. Jahrhunderts erhalten.
Der Ort lässt sich zu Fuß erkunden, die Kirche liegt zentral im Dorf und ist von außen leicht zugänglich. Besucher sollten sich informieren, ob Besichtigungen während der Gottesdienste oder zu festgelegten Zeiten möglich sind.
Pastor Christian Köppen vermerkte im Kirchenbuch zum Advent 1650, die Glocken seien aus dem Turm geschlagen und von Soldaten weggetragen worden; nur eine kleine Glocke von etwa einem Schiffspfund brachten die Vorsteher wieder ein, sie wurde später wegen starker Risse umgegossen.
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