Burg Kakesbeck, Wasserburg in Bechtrup, Lüdinghausen, Deutschland
Burg Kakesbeck ist eine Wasserburg in Lüdinghausen im Münsterland, deren älteste Bauteile auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. Sie besteht aus einem Hauptgebäude mit mehreren Wehrtürmen, das von einem weitläufigen Grabensystem umgeben ist, das die Anlage bis heute prägt.
Kakesbeck wird im 9. Jahrhundert erstmals in den Urbaren des Klosters Werden erwähnt, dessen Ministeriale sich von Kakaresbeki nannten. Um 1100 kam der Hof durch Tausch an die Grafen von Dale, die um 1120 nördlich der Gebäude eine Motte errichteten. 1322 kaufte Bernhard von Wulfheim, Droste zu Vischering, die Anlage und baute sie zur Zwei-Insel-Burg aus; 1384 kam sie durch Heirat an die Familie von Oer, 1738 erwarben die Drosten zu Vischering sie mit 80 hörigen Höfen.
Die Burgkapelle wurde 1868 abgetragen; ihr Wiederaufbau begann 1988 auf den bekannten alten Fundamenten und wurde 2014 als ökumenische Kapelle eingeweiht. Die Kunstmaler Mathes Schweinberger und Andreas Raub schmückten den Innenraum mit 40 Porträts außergewöhnlicher Persönlichkeiten, den „Heiligen von Kakesbeck“, evangelischer, katholischer und jüdisch Konfession. Die Kapelle steht für Besichtigungen und Trauungen offen.
Die Burg liegt an der Adresse Bechtrup 63, fünf Kilometer nördlich des Lüdinghausener Zentrums, östlich der L 835 an der Stever. Eine Außenbesichtigung ist jederzeit möglich; eine Besichtigung von innen muss vorher angemeldet werden. Die Anlage ist in Privatbesitz.
Die dendrochronologische Untersuchung der ältesten Pfahlgründungen an der Schildmauer ergab das Jahr 830. Die von Alfred Zeischka geleiteten Ausgrabungen legten zudem Teile der ehemaligen Ringmauer und Fundamente einer Wehrmauer aus der Zeit um das 13. Jahrhundert frei.
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