Burgruine Altenburg, Mittelalterliche Burgruine in Felsberg, Deutschland
Burgruine Altenburg ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem Basalthügel bei Felsberg, die über das Tal der Eder blickt. Der Ort ist durch seinen Bergfried und erhaltene Mauern gekennzeichnet, die von der früheren Bedeutung der Befestigung berichten.
Die Altenburg war wahrscheinlich der erste Wohnsitz der 1060 erstmals erwähnten Amtsgrafen von Felsberg, bevor sie von 1072/1090 bis 1286 die nahe Felsburg bewohnten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1322 als Aldinburg, als die Witwe des Werner von Besse und ihre Erben sie mit Wassermühle und Fischerei gegen vier Hufen vor der Stadt Felsberg an Landgraf Otto I. von Hessen tauschten. Landgraf Heinrich II. erneuerte sie 1333, und die Brüder Hermann und Gottschalk von Holzheim errichteten zwischen 1388 und 1392 die Mantelmauer und den erhaltenen Bergfried. Im Bauernkrieg 1525 nahm ein fränkischer Bauerntrupp die Burg ein und brannte sie nieder.
Der Name Altenburg („alte Burg“) unterscheidet sie von der Felsburg, der später errichteten „Felsenburg“ etwa 2 km nordöstlich. Ab 1428 hielten die Familien Holzheim, Elben, Linne und Gilsa Anteile als Burgmannen, und 1489 erhielt Thiemo von Wildungen einen Burgsitz. Die Familie Boyneburg, die die Ruine 1537 erwarb, ließ 1721 das Herrenhaus am Fuß des Burgbergs bauen.
Die Ruine steht auf einer Basaltkuppe am linken Ederufer, direkt gegenüber der Schwalm-Mündung und etwa 2 km südwestlich der Felsburg. Erhalten sind der Bergfried, Teile der Ringmauer, Reste des Wohntrakts und zwei tonnengewölbte Kellerräume neben dem Burgeingang; die Anlage soll saniert werden.
Der noch stehende Bergfried wurde zwischen 1388 und 1392 von den Brüdern Hermann und Gottschalk von Holzheim errichtet, die die Hälfte der Burg als Pfandlehen des Landgrafen Heinrich II. innehatten. Sie erbauten auch die Mantelmauer, die den oberen Burghof schützende Schildmauer. Der schlanke Turm mit Teilen seines Zinnenkranzes ist ihr Werk.
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