Felsburg, Mittelalterliche Burg in Felsberg, Deutschland
Die Felsburg ist eine Teilruine einer Höhenburg auf einer Basaltkuppe, die sich im Zentrum von Felsberg gut 40 Meter über das Edertal erhebt, nicht bei Fritzlar. Ihr trapezförmiger Grundriss umfasst einen 29,5 Meter hohen Bergfried, spätgotische Zwinger mit Schlüsselscharten, ein Tor des 14. Jahrhunderts mit zwei Flankentürmen und die unversehrte Pankratiuskapelle.
Die Felsburg und die Vizegrafen von Velisberc wurden erstmals 1060 urkundlich erwähnt, die Stadt Felsberg 1090. Das Geschlecht lebte bis 1253 auf der Burg, dann ging sie an die Landgrafschaft Thüringen über; nach der Trennung Hessens von Thüringen kam sie an Hessen. Landgraf Heinrich II. baute die Wehranlagen ab 1333 aus, und 1427 führte Landgraf Ludwig I. von hier aus sein Aufgebot im Mainzisch-Hessischen Krieg.
Die Burg wird von einem Verein unterhalten, und ihr Name geht auf die 1060 erwähnten Grafen von Velisberc zurück. In der Pankratiuskapelle, dem neben dem Bergfried einzigen unversehrt erhaltenen Gebäude, lagerte Landgraf Philipp der Großmütige 1544 297 Tonnen Schwarzpulver; das Pulvermagazin wurde 300 Jahre genutzt.
Das Gelände ist während der Öffnungszeiten zugänglich, und Parkplätze sind hinter der Burganlage vorhanden. Besucher sollten mit Wegen auf unebenem Gelände rechnen und gutes Schuhwerk mitbringen.
Von 1455 bis 1458 lebte der Alchimist Klaus von Urbach auf der Felsburg; Landgraf Ludwig I. hatte ihn geholt, damit er Gold herstelle. Als sich die Versuche als aussichtslos erwiesen, wurde er des Landes verwiesen.
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