Burgruine Herrenbröl, Mittelalterliche Burgruine in Ruppichteroth, Deutschland
Burgruine Herrenbröl ist eine Burganlage in Ruppichteroth im Bergischen Land. Der Komplex besteht aus einem sieben Meter hohen Turm, einer hohen Feldsteinmauer und einem gewölbten Keller aus Natursteinquadern.
Die Anlage wird erstmals 1417 urkundlich erwähnt und war mit Gütern und Rechten der Pfarrei Eitorf verbunden. Im 15. Jahrhundert verstärkte die Familie von Scheidt Teile des Bauwerks und erweiterte ihre Präsenz in der regionalen Adelshierarchie.
Auf dem Burggelände stand einst eine kleine Kapelle, in der 1796 die letzte Trauung eines von Martial gefeiert wurde. Bis 1826 hatten die Herren zu Herrenbröl außerdem das Patronat über die Stiftskirche zu Schönenberg inne, ein Recht, das die kleine Burg mit der Kirche des Nachbarortes verband.
Die Ruine liegt in einer Talsenke des Naturpark Bergisches Land und ist Ziel von zwei Wanderrouten aus der Umgebung. Wanderer finden vor Ort keine Infrastruktur, sollten also Wasser und Ausrüstung von Anfang an mitbringen.
Der Burgbrunnen ist einer der wenigen Reste des Rittersitzes aus dem 13. Jahrhundert; der sichtbare Turm und die Umfassungsmauern wurden wahrscheinlich im 15. Jahrhundert von den Herren von Scheidt errichtet. Die Burg war nie von politischer oder strategischer Bedeutung und wurde um 1807 von französischen Truppen zerstört.
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