Burg Treis, Burgruinen im Hunsrück, Deutschland
Treis-Burg sind Burgruinen auf einem Bergrücken der Hunsrück-Region, etwa 157 Meter über Flussniederungen gelegen. Der quadratische Bergfried und Reste der Burgmauer sind bis heute sichtbar, während verschiedene Gebäude im Lauf der Jahrhunderte zerstört wurden.
Die erste gesicherte Nachricht über die Burg stammt von 1121, als Kaiser Heinrich V. sich anlässlich der Belagerung und Eroberung der von Otto I. von Salm erbauten Burg in Treis aufhielt. 1148 trug Otto seine Rechte dem Trierer Erzbischof Albero zu Lehen auf, der die Burg belagerte und einnahm; seither blieb sie in kurtrierischem Besitz. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörten französische Truppen die Anlage 1689; wieder aufgebaut wurde sie nicht.
Der Name der Burg stammt vom darunterliegenden Ort Treis; die Freien von Treis zählten zu den Trierer Ministerialen, die dort als Amtmänner wirkten. Im 12. und 13. Jahrhundert kontrollierte der Kardener Archidiakon die Burg, später trugen die Herren von Pyrmont, Winneburg-Beilstein und Eltz sie als Trierer Lehen.
Der Zugang zur Ruine ist gesperrt (Stand: 20. August 2015); Bergfried und Ringmauer sind daher nur von außen zu sehen. Die Anlage liegt etwa einen Kilometer südlich von Treis abseits des Moseltals auf einem Bergsporn über dem Zusammenfluss von Flaumbach und Dünnbach. Die Wildburg steht rund 150 Meter südlich auf demselben Sporn, getrennt durch eine Mulde.
Bei der Restaurierung wurde der Bergfried um eine Etage erhöht und erhielt ein Dach, wodurch sein ursprüngliches Aussehen wiederhergestellt wurde. Der Weg zur Ruine war Stand 20. August 2015 gesperrt. Mitte 2020 erwarb die Gemeinde Treis-Karden beide Burgen auf dem Sporn, Treis und Wildburg, um sie künftig kulturell und touristisch zu nutzen.
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