Kloster Maria Engelport, Kulturdenkmal Kloster in Treis-Karden, Deutschland
Maria Engelport ist ein Kloster am Rand des Hunsrücks im Flaumbach-Tal, das sich durch traditionelle benediktinische Architektur mit Steinmauern und schlichte Formen auszeichnet. Die Gebäude und Gärten bilden eine friedliche Anlage, die bis heute als funktionierendes Kloster erhalten ist.
Der Ritter Emelrich von Monreal gründete das Kloster 1220 zunächst für Zisterzienser. Es wurde 1262 von Philipp von Wildenburg für Dominikanerinnen neu gegründet.
Das Kloster war lange Zeit ein Ort der Ausbildung für Missionare, die in die deutsche Südwestafrika aufbrachen. Später entwickelte es sich zu einem Noviziat für die deutsche Provinz und prägte damit das Leben vieler angehender Ordensleute.
Das Kloster lädt Besucher zu Führungen durch Gebäude, Gärten und historische Ausstellungsräume ein. Es ist ratsam, sich vorher über die Öffnungszeiten zu informieren, da die Anlage auch Gebetszeiten einhält und als aktive Ordensgemeinde funktioniert.
Zwei bemerkenswerte Oblatinnen, Friedrich Lorenz und Engelbert Rehling, erhielten hier ihre Aufnahme in den Orden, erlebten aber später Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Ihre Geschichten verbinden den Ort mit einem schwierigen Kapitel der deutschen Geschichte.
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