Geierlay, Fußgängerhängebrücke in Hunsrück, Deutschland
Die Geierlay ist eine Hängebrücke für Fußgänger in Mörsdorf im Hunsrück, die sich in 100 Metern Höhe über das Tal spannt und die beiden Ortschaften Mörsdorf und Sosberg miteinander verbindet. Die Konstruktion aus Stahlseilen und Holzplanken verläuft über das bewaldete Bachtal und bietet auf ihrer gesamten Länge von 360 Metern freie Sicht nach unten.
Die Brücke wurde 2015 von einem Schweizer Ingenieur entworfen und folgt den Bauprinzipien von Hängebrücken aus Nepal. Ihre Fertigstellung verkürzte die Wanderroute zwischen den beiden Dörfern um mehrere Kilometer.
Der Name Geierlay stammt von den Geiern, die einst über das Tal kreisten, während die Einheimischen den Übergang heute als beliebten Wanderabschnitt nutzen. Die Brücke verbindet zwei Dörfer, die früher nur über einen langen Umweg erreichbar waren, und hat sich zum Treffpunkt für Wanderer aus der ganzen Region entwickelt.
Der Zugang erfolgt über das Informationszentrum in Mörsdorf, wo Parkplätze, Toiletten und ein Restaurant für Besucher zur Verfügung stehen. Die Überquerung eignet sich für alle, die schwindelfrei sind, und dauert je nach Tempo etwa 15 bis 20 Minuten.
Die gesamte Stahlkonstruktion wiegt 57 Tonnen und kann gleichzeitig bis zu 600 Personen tragen, was einer Last von 50 Tonnen entspricht. Trotz dieser Belastbarkeit bewegt sich die Brücke leicht im Wind, was den Übergang für Besucher zu einem beweglichen Erlebnis macht.
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