Burg Ummendorf, Mittelalterliche Burg in Ummendorf, Deutschland.
Die Burg Ummendorf ist eine Burganlage im Dorf Ummendorf in der Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt. Die unregelmäßige dreiflüglige Anlage im Stil der Renaissance entstand zwischen 1535 und 1581 unter der Familie von Meyendorff. Der über 20 Meter hohe Bergfried stammt in seinen unteren Geschossen aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts; das achteckige Turmzimmer wurde im 16. Jahrhundert ergänzt. An der Westseite steht ein romanisches Kornhaus.
Erzbischof Friedrich I. von Wettin ließ hier 1178 eine Burg zur Sicherung der Grenze zum heutigen Niedersachsen errichten. 1389 erwarb Erzbischof Albert von Magdeburg die Burg und weite Teile des Dorfs. Zwischen 1535 und 1581 bauten die von Meyendorffs sie zu einer dreiflügligen Renaissanceanlage um; 1430 wurde die Burg nach Raubritterüberfällen von Magdeburger Truppen gestürmt.
Das Börde-Museum des Landkreises Börde zeigt in der Burg Landtechnik und einen Kräutergarten mit über 400 verschiedenen Kräutern und Pflanzen. Im Südflügel der Burg befindet sich eine Grundschule, sodass die Anlage bis heute täglich vom Dorf genutzt wird.
Das Gelände ist leicht zugänglich und beherbergt sowohl Museumsräume als auch eine Grundschule, die gemeinsam die Anlage nutzen. Besucher sollten bedenken, dass während Schulzeiten einige Bereiche möglicherweise nicht frei zugänglich sind.
Die 380 Bücher aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter Bibeln, kirchliche Druckwerke, Inventarbücher, Rechnungen und Bevölkerungslisten, wurden in den 1960er Jahren vom Heimatmuseum Oschersleben an das Städtische Museum Halberstadt überführt und sollen künftig im Börde-Museum untergebracht werden.
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