Augustinerchorfrauenstift Marienborn, Augustinerkloster in Sommersdorf, Deutschland.
Das Kloster Marienborn ist ein Augustinerkloster in Sommersdorf, dessen erhaltene Gebäude aus dem 12. Jahrhundert stammen und typische Merkmale mittelalterlicher Kirchenarchitektur zeigen. Die Anlage umfasst Mauerreste der Klosterkirche und der Klausur, die den ursprünglichen Grundriss noch erkennbar machen.
Der Erzbischof Wichmann von Seeburg gründete das Kloster 1191 an einem Ort, an dem Legenden von Marienerscheinungen und heilenden Quellwassern existierten. Die Anlage entwickelte sich zu einem wichtigen religiösen Zentrum der Region und blieb mehrere Jahrhunderte aktiv.
Das Kloster war über Jahrhunderte ein Ort für Augustinerinnen, die sich dem Gebet und der Betreuung von Besuchern widmeten. Pilger kamen hierher, um an der Kapelle zu beten und das Wasser der heiligen Quelle zu nutzen.
Die Anlage liegt im Ortsteil Marienborn der Gemeinde Sommersdorf, unweit der Bundesautobahn 2 und der Bundesstraße 1. Die Kirche betritt man durch die Eingangshalle unter dem Turm, an die sich das langgestreckte Schiff anschließt; der Turm ist über den Treppenturm an der Nordostecke zugänglich.
Die Marienkapelle wurde 1836 an der Stelle der Quelle neu errichtet, an der im 12. Jahrhundert die Jungfrau Maria erschienen sein soll. 1856 folgte nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel die Orangerie, 1865 der Westflügel des inzwischen als Schloss bezeichneten Komplexes.
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