Carolabrücke, Spannbetonbrücke über die Elbe in Dresden, Deutschland
Die Carolabrücke besteht aus drei parallelen Fahrbahndecks aus Spannbeton, die die Elbe mit Hohlkastenträgerabschnitten überspannen und ursprünglich Fahrzeugverkehr, Straßenbahnen, Fußgänger und Radfahrer über das Gewässer transportierten.
Die ursprüngliche Brücke wurde 1895 mit von Karl Manck entworfenen Eisenbögen fertiggestellt, am 7. Mai 1945 von Waffen-SS-Kräften zerstört und zwischen 1967 und 1971 durch die heutige Spannbetonkonstruktion ersetzt.
Im Jahr 2022 als Kulturdenkmal in Sachsen ausgewiesen, repräsentiert die Brücke ingenieurtechnische Errungenschaften der Ära des Kalten Krieges und dient als Symbol für Dresdens Widerstandsfähigkeit durch Phasen von Krieg, Wiederaufbau und Stadtentwicklung über mehrere Generationen hinweg.
Die Brücke ist derzeit außer Betrieb nach einem Teileinsturz am 11. September 2024, als etwa 100 Meter der Fahrbahn C in den Fluss stürzten, Fernwärmeleitungen unterbrachen und Notabrissarbeiten erforderlich machten.
Die Konstruktion war zum Zeitpunkt ihrer Errichtung die größte Spannbetonbrücke der Deutschen Demokratischen Republik mit Gerberträgern, die Spannweiten von 120 Metern erreichten, und verwendete bei späteren Sanierungen innovative Carbonbetonverstärkung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.