Carolinensieler Kirche, Ziegelkirche in Carolinensiel, Deutschland.
Die Carolinensieler Kirche ist eine rechteckige Backsteinsaalkirche mit abgewalmtem Satteldach, die 1776 auf dem Deich errichtet wurde. In jede Langseite sind vier große korbbogige Fenster eingefügt; das einzige Portal mit dunkelgrüner Tür liegt an der Westseite. Blattlose Kletterpflanzen bedecken weite Teile der Wände, und am linken Ende des Dachfirsts steht ein Kreuz.
Die ersten Bewohner am 1730 aufgeschütteten Deich besuchten den Gottesdienst noch in Funnix oder Werdum. Erst 1770 kam die Erlaubnis zum Kirchbau, und die Backsteinsaalkirche wurde am 20. Oktober 1776 eingeweiht. Der freistehende Backsteinturm folgte 1793 und blieb wegen der heftigen Stürme bewusst niedrig.
Die Kirche wird auch Deichkirche und Schifferkirche genannt. Drei Schiffsmodell-Votivgaben hängen im Inneren: die Brigg Venus (1776) links vom Altar, die Fregatte Alje Mehrings (1921) rechts davon und die Bark Marie Emilie (1985) an der Nordwand. Das rote Kastengestühl setzt einen Kontrast zur weißen Innenausstattung.
Die Kirche ist leicht zu finden, da sie zentral im Dorf gelegen ist und von den Hauptwegen aus sichtbar ist. Besucher sollten wissen, dass es sich um einen aktiv genutzten Ort handelt, daher ist es ratsam, die Öffnungszeiten vorher zu prüfen.
Die Kirche ist eine von nur zwei Kirchen weltweit, die auf einem Deich errichtet wurden. Ihr niedriger Backsteinturm von 1793 blieb wegen der heftigen Stürme bewusst klein; auf der Spitze steht ein Schwan, ein lutherisches Symbol, im Turm hängen zwei Glocken in fis und a, die kleine wurde 2001 neu gegossen.
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