Museumshafen Carolinensiel, Hafenmuseum in Wittmund, Deutschland.
Der Carolinensiel-Hafen ist ein Museumshafen in Wittmund, Niedersachsen, wo historische Holzschiffe dauerhaft am Kai festgemacht sind. Die Boote liegen dicht nebeneinander, und viele von ihnen können von Besuchern betreten werden, um Deck, Laderaum und Unterkunftsbereiche aus nächster Nähe zu besichtigen.
Der Hafen wurde im 18. Jahrhundert als Handels- und Fischereihafen für die ostfriesische Küstengemeinschaft angelegt und diente lange als wirtschaftliches Zentrum der Region. Als die Schifffahrt im 20. Jahrhundert zurückging, wurden die verbliebenen Schiffe und Einrichtungen erhalten und der Hafen schrittweise in ein Freilichtmuseum umgewandelt.
Der Name des Ortes erinnert an Kurfürstin Sophie Charlotte von Brandenburg, zu deren Ehren der Hafen im frühen 18. Jahrhundert angelegt wurde. Noch heute trägt das gesamte Dorf diesen Namen, was den Spaziergang entlang der Kaimauer zu einem kleinen Stück lebendiger Geschichte macht.
Der Hafen liegt im Zentrum des kleinen Dorfes Carolinensiel und ist zu Fuß leicht erreichbar, sobald man geparkt hat. Da viele der Schiffsdecks uneben und niedrig sind, sind festes Schuhwerk und etwas Beweglichkeit beim Besteigen der Leitern von Vorteil.
Unter den Schiffen im Hafen befindet sich ein alter Tjalke, ein flachbodiger Frachtsegler, der in den Gewässern Ostfrieslands entwickelt wurde und so gebaut ist, dass er bei Ebbe auf dem Watt aufliegen kann, ohne zu kentern. Diese Fähigkeit, trocken zu fallen, war keine Kuriosität, sondern eine alltägliche Notwendigkeit in einer Küstenregion mit extremem Tidenhub.
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