Bürgerwiese, Öffentlicher Park und Kulturdenkmal in Dresden, Deutschland.
Die Bürgerwiese ist die älteste Grünanlage Dresdens: ein etwa zehn Hektar großer Landschaftsgarten, 850 Meter lang und 80 bis 100 Meter breit, zwischen Georgplatz und Lennéplatz. Sie liegt im Seegraben, der alten Elbrinne, die vom Kaitzbach durchflossen wird, an der Grenze von Seevorstadt und Pirnaischer Vorstadt und grenzt im Norden an den Blüherpark, im Osten an den Großen Garten.
Das Gelände diente ursprünglich als gemeinschaftliche Weide, wurde aber 1869 auf der Grundlage von Entwürfen des Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné in Dresdens ersten Stadtpark umgewandelt. Diese Umgestaltung markierte einen Wendepunkt in der städtischen Grünflächenplanung der damaligen Zeit.
Der Mozartbrunnen, 1907 vom Berliner Bildhauer Hermann Hosaeus geschaffen, zeigt drei vergoldete Bronzefiguren: Anmut, Heiterkeit und Ernst tanzen um einen Mozart-Gedenkstein. 1945 teilzerstört und entfernt, wurde er 1991 durch eine von Gerhard Wolf fertiggestellte Rekonstruktion ersetzt. Daneben steht der drei Meter hohe Nymphenbrunnen von 1908 mit einem acht Meter breiten Granitbecken von Wilhelm Kreis und einer weißen Marmornymphe von Bruno Fischer.
Die Bürgerwiese erstreckt sich auf 850 Metern vom Georgplatz bis zum Lennéplatz, bei 80 bis 100 Metern Breite, entlang der Straße Bürgerwiese und der Parkstraße. Im Norden grenzt der Blüherpark an, im Osten setzt sich die Anlage bis zum Großen Garten fort, sodass sich alle drei Flächen in einem Zug durchqueren lassen. Der Kaitzbach fließt im alten Seegraben.
Die Bronzegruppe „Zwei Mütter“ von Heinrich Epler, zwischen 1899 und 1902 entstanden, zeigt eine Menschenmutter und eine Tigerin, die ihre Kinder aus den Wasserfluten retten. Sie gehört zu den zahlreichen Großplastiken der Bürgerwiese, neben dem Mozartbrunnen, dem Nymphenbrunnen und der Otto-Ludwig-Herme.
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