Burgwall Feldberg, Slawischer Höhenburgwall auf dem Schlossberg in Feldberger Seenlandschaft, Deutschland
Der Burgwall Feldberg ist eine slawische Höhenburg auf dem Schlossberg über dem Breiten Luzin, bestehend aus Haupt- und Vorburg. Die Hauptburg lag auf einem Plateau bis zu 36 Meter über dem Wasserspiegel und hatte kein Wallsystem, sondern wohl nur einfachere Palisaden. Die Vorburg besitzt einen heute noch sichtbaren Erdwall mit zwei Toren.
Die Wilzen, ein slawischer Stamm, errichteten diesen Höhenburgwall im 7. bis 9. Jahrhundert mit Platz für bis zu 1000 Personen. 1924 deutete Carl Schuchhardt ihn als das lange gesuchte Rethra, eine Hypothese, die Joachim Herrmanns Ausgrabungen 1967 widerlegten: Die Burg war schon vor der Rethra-Zeit verlassen.
Die hier erstmals bestimmte Keramik gab dem „Feldberger Typ“ seinen Namen, einer seitdem verwendeten Klassifikation für slawische Keramik des 7. bis 9. Jahrhunderts. Die Anlage gehörte den Wilzen, einem slawischen Stamm, und bot bis zu 1000 Personen Platz. Der Name Feldberg bezieht sich auf den Schlossberg über dem Breiten Luzin.
Der Ort ist von Mai bis Oktober zugänglich und bietet einen einfachen Wanderweg auf den Schlossberg mit guter Sicht auf die Wallstrukturen. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, da der Boden uneben ist und der Aufstieg steil werden kann.
Die innere Befestigung war hauptsächlich mit Holzpalisaden geschützt, während die äußere Mauer aus Erde bestand und so unterschiedliche Verteidigungsmethoden zeigte. Diese Kombination gibt Besuchern einen Einblick in die praktischen Überlegungen frühmittelalterlicher Baumeister.
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