Heilige Hallen, Naturschutzgebiet mit Buchenwald in Feldberger Seenlandschaft, Deutschland.
Heilige Hallen ist ein geschützter alter Buchenwald in der Feldberger Seenlandschaft, 3,5 Kilometer westlich von Feldberg. Das Naturschutzgebiet umfasst 65,5 Hektar, davon sind seit 1998 39,2 Hektar unbewirtschaftet. Einige Buchen erreichen 53 Meter Höhe und bis zu 350 Jahre, mehrere haben ihr natürliches Lebensende überschritten, sodass Totholz steht und liegt. Das Gebiet enthält zudem mehrere Sölle mit Weihern, Kesselmooren und Birken-Bruchwäldern.
Mitte des 19. Jahrhunderts verfügte Großherzog Georg von Strelitz, beeindruckt von den riesigen, säulenartigen Buchen, dieses Waldgebiet für alle Zeiten zu schonen. Der 25 Hektar große Kern wurde 1908 in die Liste der Naturdenkmäler aufgenommen und am 24. Februar 1938 Naturschutzgebiet. 1993 wurde die Schutzfläche auf 65,5 Hektar erweitert.
Der Name Heilige Hallen beschreibt treffend, was man beim Betreten des Waldes wahrnimmt: Die dicht stehenden Buchen mit ihren hohen, geschlossenen Kronen wirken wie das Innere einer Kathedrale. Wer durch die Baumreihen geht, versteht sofort, warum dieser Ort seinen Namen trägt.
Der Wald ist über ausgeschilderte Wanderwege zugänglich, und das nahe gelegene Waldmuseum Lüttenhagen bietet Informationen über die Waldgeschichte und geführte Touren an. Die Wege sind flach und für die meisten Besucher gut begehbar.
Seit 1950 werden abgestorbene und gefällte Bäume im Wald liegen gelassen, sodass sich eine dichte Schicht aus morschem Holz auf dem Boden angesammelt hat. Dieses Totholz bietet seltenen Käferarten, Pilzen und Spechten einen Lebensraum, den man kaum woanders in der Region findet.
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