Chiemsee-Kessel, Goldkessel im Chiemsee, Deutschland.
Der Chiemsee-Kessel ist ein kreisförmiges Gefäß aus 18-karätigem Gold mit keltischen Verzierungen und wiegt etwa 10,89 Kilogramm. Er hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern und eine Höhe von 30 Zentimetern.
Das Stück wurde während der Zeit des Nationalsozialismus für ein Bildungszentrum bei Chiemsee in Auftrag gegeben. Ein örtlicher Taucher entdeckte es 2001 etwa 200 Meter von der Arlaching-Küste in der bayerischen Gemeinde Chieming.
Die keltischen Verzierungen auf dem Kessel führten Experten zunächst zu der Annahme, dass er aus alter Zeit stammte, was jedoch durch spätere Analysen widerlegt wurde. Das Stück wird heute als Beispiel dafür betrachtet, wie Handwerker traditionelle Designs in modernen Zeiten nachahmen.
Das Artefakt unterliegt derzeit rechtlichen Verfahren bezüglich der Eigentumsrechte und ist daher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Informationen über seinen Standort und Status können bei lokalen Museen oder Behörden erfragt werden.
Der Kessel wurde unter ungeklärten Umständen in den See geworfen und lag dort etwa 70 Jahre, bevor er gefunden wurde. Seine Entdeckung brachte eine verborgene Episode aus dem 20. Jahrhundert ans Licht, die in der lokalen Geschichte lange vergessen war.
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