Pfeifturm, Mittelalterlicher Wachturm in Ingolstadt, Deutschland
Der Pfeifturm ist ein quadratischer, gemauerter Gotischer Turm in der Moritzstraße, unmittelbar neben der Moritzkirche. Er ist 63 m hoch und trägt eine 1720 ergänzte barocke Dachhaube. Ein umlaufender Gang auf 45 m Höhe ist über 201 Stufen erreichbar.
Der Turm entstand im 14. Jahrhundert und wurde erstmals 1497 dokumentiert als Wehranlage der Stadt. Seine Funktion als Wachposten endete mit der Einführung elektronischer Feueralarme in der modernen Zeit.
Der Name geht auf das Verb pfeifen zurück: Die Türmer hatten lange, dünne Pfeifen, um Brände oder Angriffe zu melden. Sie wohnten in den unteren Geschossen des Turms. Das Amt des Türmers wurde in Ingolstadt am 1. März 1938 abgeschafft, nachdem Brandmelder eingeführt worden waren. Alle zwei Wochen spielen die Pfeifturmbläser auf dem Turm, in der Silvesternacht blasen sie das neue Jahr ein.
Die Aussichtsplattform auf 45 m Höhe ist über 201 Stufen erreichbar und seit der umfangreichen Sanierung des Turms im Jahr 2006 zu besichtigen. Der Turm steht in der Moritzstraße unmittelbar neben der Moritzkirche in der Altstadt. Die Pfeifturmbläser spielen alle zwei Wochen auf dem Turm und blasen in der Silvesternacht das neue Jahr ein.
Der Name stammt von den Pfeifensignalen der Wachleute, die akustisch vor Gefahren warnten, eine Praxis die bis 1938 fortbestand. Diese traditionelle Warntechnik wurde erst mit der Einführung elektronischer Sirenen und Alarmsysteme ersetzt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.911 Mitwirkenden weltweit.