St. Moritz, Gotische Pfarrkirche in Ingolstadt, Deutschland.
Die Pfarrkirche Sankt Moritz in Ingolstadt ist ein gotisches Kirchengebäude mit spitzen Bögen, Rippengewölben und Strebepfeilern, die die typische Bauweise dieser Epoche zeigen. Das Innere ist großzügig gestaltet und bietet Platz für eine große Gemeinde.
Bereits im 9. Jahrhundert, kurz nach der Stadtgründung, stand hier eine Kirche; 1148 war sie noch dem Salvator und Maria geweiht, bevor sie den Namen des Stadtpatrons Mauritius annahm. Der heutige Bau geht auf das Jahr 1234 zurück und ist damit das älteste erhaltene Bauwerk Ingolstadts. Bis zum Bau des Liebfrauenmünsters im frühen 15. Jahrhundert war sie die einzige Kirche der Stadt, danach hieß sie Untere Pfarr. 2004 wurde ihre Pfarrei mit der des Münsters zusammengelegt.
Die Kirche heißt auch Untere Pfarr, weil sie bis zum Bau des Liebfrauenmünsters Anfang des 15. Jahrhunderts die einzige Pfarrkirche Ingolstadts war. Für 1328 ist hier eine Pfarrschule bezeugt, der Ursprung des Schulwesens der Stadt. Seit 2004 ist die Pfarrei mit der des Liebfrauenmünsters zusammengelegt.
Man erreicht die Kirche am einfachsten mit den öffentlichen Bussen, die ins Stadtzentrum fahren, oder zu Fuß wenn man sich in der Nähe aufhält. Besucher sollten beachten, dass die Kirche während der Gottesdienste manchmal nicht frei zugänglich ist.
Die Kirche hat nur einen einzigen Turm, den östlich des Langhauses mit hohem Spitzhelm; der daneben sichtbare zweite Turm ist der städtische Pfeifturm aus dem 14.–15. Jahrhundert, in dem bis 1938 ein Türmer wohnte, der Brände und Gefahren im Stadtgebiet zu melden hatte.
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