Cuxhavener Küstenheiden, Naturschutzgebiet in Cuxhaven, Deutschland.
Die Cuxhavener Küstenheiden sind ein 892 Hektar großes Naturschutzgebiet an der Nordseeküste mit Heideflächen, Dünen, feuchten Mooren und Wäldern. Das Gelände gliedert sich in verschiedene Lebensräume, die zusammen ein vielfältiges Ökosystem bilden.
Von 1892 bis 2003 diente das Gebiet als Militärübungsplatz, was es paradoxerweise vor landwirtschaftlicher Nutzung und Bebauung bewahrte. Diese unbeabsichtigte Schutzwirkung ermöglichte die Erhaltung der Heidelandschaft bis zur formalen Unterschutzstellung.
Die Landschaft wird durch Beweidung gepflegt, wobei Rinder, Pferde und Wisente das Gelände offenhalten und die Heidelandschaft natürlich erhalten. Diese alte Bewirtschaftungsform prägt bis heute das Aussehen und den Charakter des Naturschutzgebiets.
Das Gelände lässt sich auf markierten Wegen erkunden, unter anderem auf dem drei Kilometer langen Naturlehrpfad 'Holter Heide' mit neun Stationen zur Heidelökologie. Die Wege ermöglichen verschiedene Bewegungstempi und bieten überall Gelegenheiten, die Landschaft aus verschiedenen Blickwinkeln wahrzunehmen.
Das Gebiet beherbergt über 200 gefährdete Arten, darunter seltene Pflanzen wie die Lungen-Enzian und Libellen wie die Kleine Mosaikjungfer. Diese hohe Artenvielfalt macht es zu einem Zufluchtsort für spezialisierte Lebensformen, die anderswo verschwunden sind.
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