Cyriakuskirche, Mittelalterliche Kirche in Bönnigheim, Deutschland
Die Cyriakuskirche ist eine ursprünglich romanische Basilika auf einer leichten Anhöhe im historischen Stadtkern von Bönnigheim. Ihr ältester erhaltener Teil ist der Turm von 1280, der in einen steilen dunklen Schieferhelm mit einem rot gerahmten Zifferblatt übergeht. Das Mittelschiff wurde 1359, der Chor um 1400 umgebaut; die Seitenschiffe erneuerte Theodor von Landauer 1864 im neugotischen Stil. Im Inneren ruht ein hohes Gewölbe mit Spitzbögen auf steinernen Säulen, und eine geschnitzte Holzempore überspannt die Breite über drei Spitzbögen.
Die Kirche wurde um 1100 erstmals als romanische Basilika erwähnt; ihr ältester erhaltener Teil, der Turm, entstand 1280, als Bönnigheim das Stadtrecht erhielt und die Stadtmauer angelegt wurde. In der Gotik wurden das Mittelschiff 1359 und der Chor 1400 umgebaut, danach folgten der Lettner um 1440 und der Hochaltar um 1490. Die Seitenschiffe erneuerte Theodor von Landauer 1864 im neugotischen Stil; bei der Renovierung 1961 wurde diese Ausstattung größtenteils wieder entfernt.
Der zentrale Altar aus der Zeit um 1490 zeigt fein geschnitzte Szenen aus Holz, die religiöse Geschichten erzählen. Besucher können hier die handwerkliche Kunst dieser Epoche unmittelbar erleben.
Die Kirche steht auf einer leichten Anhöhe im historischen Stadtkern, wenige Schritte vom Marktplatz entfernt. Die Turmuhr und die Uhr an der Innenempore sind zum Schiff ausgerichtet. Der Eingang liegt im kleinen Vorbau unten rechts an der Südseite.
In der Kirche hängt ein Gemälde aus dem 15. Jahrhundert, das eine Frau mit ihren 53 Kindern zeigt. Dieses Bild dokumentiert eine außergewöhnliche Familie aus der Vergangenheit der Region.
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