Stadionsches Schloss, Spätbarockes Schloss in Bönnigheim, Deutschland.
Das Stadionsches Schloss ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Mansarddach und mittlerem Risalit, das französischen Barockstil mit Rokoko-Verzierungen zeigt. Die Fassade wirkt ausgewogen und verfügt über sorgfältig gestaltete Fenster und Dekorationselemente, die den wohlhabenden Status des Erbauers widerspiegeln.
Das Schloss wurde 1756 von Graf Friedrich von Stadion erbaut, der Generaldirektor des Erzbischofs von Mainz war. Es ersetzte die ältere Burg Liebenstein aus dem Jahr 1560, die an derselben Stelle gestanden hatte.
Der Name bezieht sich auf die Familie von Stadion, die das Schloss erbauen ließ und hier ihren Sitz hatte. Besucher können heute die aufwendigen Stuckarbeiten im Inneren bewundern, die von Schülern des Mainzer Hofplastikers Johann Peter Jäger ausgeführt wurden.
Der Schlosshof wird heute als Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen, Hochzeiten, Filmscreenings und Weihnachtsmärkte genutzt. Besucher sollten vorab prüfen, welche Veranstaltungen geplant sind, um zu erfahren, wann das Gelände offen und zugänglich ist.
Der Bankettsaal war ursprünglich mit kostbarem Ledertapeten ausgestattet, die bis 1931 erhalten blieben. Dieses ungewöhnliche Material wurde später entfernt und befindet sich heute im Schloss Ludwigsburg.
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