Köpferbrunnenanlage, Wasserbrunnenanlage im Waldgebiet Köpfertal, Heilbronn, Deutschland
Die Köpferbrunnenanlage ist ein Brunnenensemble mit einer Steinkapelle, einem Musikpavillon und einer Quelle, die von Waldwegen und steinernen Brücken umgeben ist. Die Anlage liegt im östlichen Heilbronn eingebettet in bewaldete Hügel und verbindet mehrere Bereiche durch sorgfältig angelegte Pfade.
Der 1863 gegründete Heilbronner Verschönerungsverein beschloss 1877 die Wiederherstellung des verfallenen Häuschens an der Quelle, das auf die Waldbrüder zurückging. Die Kapelle bzw. Einsiedlerklause wurde 1880 neogotisch umgestaltet und über dem Portal mit dem Kopf eines Eremiten verziert; steinerne Brücken folgten 1898 und 1904, dazu ein Musikpavillon.
Der Name Köpfertal stammt vermutlich von den Bergköpfen, zwischen denen der Köpferbach entspringt, nicht von Hinrichtungen. Dennoch diente der Ort 1814 als Richtstätte für den Raubmörder Doderer, und einer Sage nach wurde hier der Heilbronner Junker Veit Imlin enthauptet. Die Kapelle wurde 1880 neogotisch umgestaltet und über dem Portal mit dem Kopf eines Eremiten verziert.
Die Anlage liegt im bewaldeten Köpfertal im Osten Heilbronns; der Uferweg führt nach Norden zum Trappenseeschlösschen, das obere Köpfertal liegt südlich. Steinerne Brücken von 1898 und 1904 führen die Wege über den Köpferbach. Der Bach entspringt rund 300 Meter südlich des Brunnens in der Steinkohlenklinge.
Der Brunnen vor der Einsiedlerklause trägt einen Vers aus Vergils Georgica (II, 493): Fortunatus ille Deos qui novit agrestes, „glücklich, wer die Götter in Wald und Flur kennt“. Der 1863 gegründete Heilbronner Verschönerungsverein wählte ihn, als er das Brunnenhäuschen ab 1877 wiederherstellte.
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