Heilbronner Sandstein, Sandsteinbruch in Baden-Württemberg, Deutschland.
Der Heilbronner Sandstein ist ein Naturwerkstein in Braun- und Gelbtönen, der in Baden-Württemberg gewonnen wird. Er eignet sich gut für Bauzwecke und kann in verschiedene Formen wie Blöcke, Platten oder Fliesen verarbeitet werden.
Die Gewinnung dieses Sandsteins reicht mehrere Jahrhunderte zurück und hat sich zu einem wichtigen Baustoff für deutsche Gebäude entwickelt. Viele Häuser und Kirchen setzen dieses Material bis heute in Fundamenten und Fassaden ein.
Der Name des Steins stammt von Heilbronn, wo er abgebaut und am Rathaus, an der Kilianskirche und am Hauptbahnhof verbaut wurde. Bildhauer schätzen seine leichte Bearbeitbarkeit; Arbeiten aus ihm finden sich am Heidelberger Schloss und am Kölner Dom.
Wegen seiner tonig-ferritischen Bindung widersteht der Heilbronner Sandstein der Verwitterung wenig: Er sandet, blättert und schalt ab. Weil der Hellglimmer horizontal eingeregelt ist, spaltet der Stein in dieser Richtung sehr leicht; senkrecht zum Lager eingebaute Blöcke können großflächig abschalen. Für Steinbildhauer ist er dennoch wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit beliebt.
Der Heilbronner Sandstein enthält etwa 30 % Quarz, 57 % Gesteinsbruchstücke, 12 % Alkalifeldspat und 1 % Plagioklas bei einer Korngröße von 0,14 mm. Seine braunen Flecken stammen von limonitischen Anreicherungen. Da der Hellglimmer horizontal eingeregelt ist, spaltet der Stein in dieser Richtung sehr leicht.
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