Deutsches Buchhändlerhaus, Neorenaissancebau in Leipzig, Deutschland.
Das Deutsche Buchhändlerhaus war der Sitz des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler in Leipzig, erbaut 1886 bis 1888 vom Berliner Büro Kayser & von Großheim im Neorenaissance-Stil auf einem Grundstück, das die Stadt unentgeltlich an der Hospitalstraße, der heutigen Prager Straße, zur Verfügung stellte. Auffällig waren die steilen Schrägdächer, die überkuppelten Türme und Erker; der Festsaal war mit Stuck, Wandmalereien von Woldemar Friedrich und großen Bleiglasfenstern geschmückt. 1943 zerstört, ist es nicht mehr vorhanden; an seiner Stelle steht seit 1996 das Haus des Buches.
Das Gebäude wurde 1888 von den Architekten Kayser und von Grossheim fertiggestellt, in einer Zeit als Leipzig sich schnell als Zentrum des deutschen Buchhandels entwickelte. Diese Entstehung spiegelt den Aufstieg der Stadt als bedeutende Verlagsstätte wider.
Der Ballsaal zeigt Wandmalereien von Woldemar Friedrich, die Leipzigs Rolle im deutschen Literaturleben darstellen, sowie ein Glasgemälde mit dem Titel 'Leipzig als Zentrum des Buchhandels'. Die Kunstwerke an den Wänden erzählen von dieser Stadt als Ort, wo Bücher und Verlage eine zentrale Rolle spielten.
Das Deutsche Buchhändlerhaus steht nicht mehr: Es wurde 1943 bei den Luftangriffen zerstört, am Standort an der früheren Hospitalstraße, heute Prager Straße, ist nichts mehr zu besichtigen. Seit 1996 steht dort das Haus des Buches mit dem Literaturhaus Leipzig; nach diesem Gebäude muss man suchen.
Im Haus befand sich Deutschlands erste Blindenbücherei, eine Einrichtung, die in den Unterlagen des Börsenvereins sonst nicht auftaucht. Der Festsaal enthielt ein Bleiglasgemälde mit dem Titel „Leipzig als Mittelpunkt des deutschen Buchhandels“, das für die Einweihung 1888 geschaffen wurde. An seiner Stelle steht heute das 1996 eröffnete Haus des Buches, in dem das Literaturhaus Leipzig untergebracht ist.
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