Deutsches Kleingärtnermuseum, Museum in Leipzig, Deutschland
Das Deutsche Kleingärtnermuseum belegt das Obergeschoss des 1896 errichteten Vereinshauses des Kleingärtnervereins „Dr. Schreber“, des weltweit ersten Schrebervereins, benannt nach dem Leipziger Arzt Moritz Schreber. Die Dauerausstellung „Deutschlands Kleingärtner – vom 19. zum 21. Jahrhundert“ zeichnet die Bewegung vom ersten Kleingärtnerverein 1814 in Kappeln bis zur Gegenwart nach, mit Schrift- und Fotodokumenten, Medaillen, Vereinsfahnen, Pokalen, historischen Gartengeräten und dem Modell einer um 1900 eingerichteten Gartenlaube.
Die Idee eines nationalen Kleingärtnermuseums entstand 1991, der Förderverein wurde am 12. Februar 1992 gegründet. Eröffnet wurde das Museum am 23. August 1996 im sanierten Vereinshaus von 1896 des Kleingärtnervereins „Dr. Schreber“, der nach dem Leipziger Arzt Moritz Schreber benannt und 1864 gegründet wurde.
Besucher sehen hier, wie Laubengärten in Leipzig gelebt werden und welche Rolle sie im Alltag spielen. Die Sammlung zeigt auch, wie sich die Gartenkultur über Jahrzehnte verändert hat und verschiedene Gesellschaftsgruppen diesen Raum genutzt haben.
Das Museum belegt das obere Stockwerk im Vereinshaus des Kleingärtnervereins „Dr. Schreber“, das inmitten der unter Denkmalschutz stehenden Gartenanlage liegt. Der Museumsgarten mit seinen historischen Gartenlauben wird zu Fuß besichtigt; auf dem Gelände befinden sich außerdem ein Kinderspielplatz mit historischen Spielgeräten und die Gaststätte „Schreber’s Restaurant und Biergarten“.
Das Freilandgelände zeigt eines der ältesten Gartenhäuser Deutschlands aus dem Jahr 1880 sowie vier historische sächsische Gartenhäuser. Zusätzlich gibt es eine Nachbildung von Gärten aus der DDR der 1980er Jahre, die den Alltag in Ostdeutschland damals veranschaulicht.
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