Hünenburg, Mittelalterliche Burgruine in Bad Pyrmont, Deutschland.
Die Hünenburg ist die Ruine einer Höhenburg auf einem Sporn des Königsbergs über Bad Pyrmont-Oesdorf mit etwa 50 × 30 m Fläche. Ein Graben mit Vorwall umschließt die Anlage, im Süden mit einer Lücke; im Osten liegt ein Mottenhügel mit einem 9 × 9 m großen Wohnturm, dessen Mauern nur 80 cm stark sind und der einen Hocheingang und Schlitzfenster zeigt. Der Turm wurde 1910 auf dem freigelegten Mauerwerk im Geist der damaligen Burgenromantik aufgemauert.
Die Hünenburg ist in den historischen Quellen nicht überliefert, ihre Erbauer sind unbekannt. Scherben, Messer, Hufeisen, Nägel und Sicheln weisen auf eine Gründung um 1100 hin, wobei sich die Anlage nach Westen ausdehnte. Vermutlich ging die Burg am Ende des 12. Jahrhunderts durch einen Brand zugrunde. Ausgegraben wurde sie 1910 von einem geschichtsinteressierten Bürger aus Pyrmont und von Otto Weerth aus Detmold.
Der Name Hünenburg verweist auf die Riesen (Hünen) der Ortssage, nicht auf die Erbauer, die in keiner historischen Quelle genannt werden. Der heute sichtbare Turm ist eine Rekonstruktion von 1910 auf dem freigelegten Mauerwerk, aufgemauert nach den Maßgaben der damaligen Burgenromantik. Die Anlage liegt auf einem Sporn des Königsbergs über Oesdorf.
Die Ruinen liegen in einem Wohngebiet in Bad Pyrmont-Oesdorf und sind über Oesbergstraße 33 erreichbar, wo sich Parkplätze in der Nähe befinden. Der Ort ist gut ausgeschildert und bietet einen guten Überblick über die Befestigungsanlage.
Ausgrabungen förderten alltägliche Gegenstände zutage, die das normale Leben der Burgbewohner zeigen, wie Messer, Hufeisen, Nägel und Sicheln. Diese Funde geben einen seltenen Einblick in die materiellen Verhältnisse des frühen Mittelalters.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.362 Mitwirkenden weltweit.