Burg Schell-Pyrmont, Mittelalterliche Festungsruine in Bad Pyrmont, Deutschland.
Burg Schell-Pyrmont ist eine Burgruine auf einem künstlich abgeflachten Bergsporn in Bad Pyrmont. Die Anlage hat einen rechteckigen Grundriss von etwa 67 mal 75 Metern mit Mauern, die teilweise noch bis zu anderthalb Meter hoch erhalten sind.
Die Burg ist bereits 1184 durch eine päpstliche Bestätigung belegt; sie sicherte das Emmertal für die Grafen von Schwalenberg und gehörte zur Hälfte dem Kölner Erzbischof. Nach 1186 trennte sich die Pyrmonter Linie von den Schwalenbergern und führte ab 1222 den Grafentitel. Eine Fehde mit Köln führte zwischen 1276/77 und 1284 zur Zerstörung; um 1262 hatten die Grafen ihren Sitz bereits nach Lügde verlegt.
Der Name Pyrmont soll auf eine germanische Burg zurückgehen, die hier um 810 ein Graf von Peremunt, Sohn Herzog Widukinds, errichtete; der Kölner Erzbischof nannte seine Burg danach „Petri mons“, den Berg des Apostels Petrus. Der 1824 auf Veranlassung des Fürsten Georg Heinrich von Waldeck-Pyrmont aus dem Baumaterial der Burg errichtete Schellenturm an der Südecke ist das heutige Ziel der Besucher.
Der Burgplatz ist frei zugänglich und bietet einen guten Überblick über die alte Anlage von außen. Die Wege über den Hang können nach Regen rutschig sein, daher sind feste Schuhe empfehlenswert.
Der Schellenturm an der Südecke wurde 1824 auf Veranlassung des Fürsten Georg Heinrich von Waldeck-Pyrmont aus Baumaterial der Burgruine errichtet. Er steht wahrscheinlich an der Stelle eines Turmes der Ringmauer; daneben weist eine 19 m breite und über 2 m tiefe Senke auf eine Zisterne oder einen Keller hin.
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