Burg Aerzen, Mittelalterliche Burg in Aerzen, Deutschland.
Die Burg Aerzen, auch Schloss Aerzen genannt, ist eine Burganlage an der Burgstraße 1 in Aerzen im Weserbergland. Der zweigeschossige Südflügel zeigt Bruchsteinmauern mit gotischen Fensterformen und zwei kleine Keller mit Tonnengewölben; der Nordflügel ist ein 1533 errichteter dreigeschossiger Bruchsteinbau, und der Westflügel von um 1740 ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau, der die Tordurchfahrt zum Innenhof enthält.
Die Anlage wird 1293 erstmals als „borch und stad Artelsen“ urkundlich erwähnt und stand unter den Grafen von Everstein. 1408 gab Hermann VII. von Everstein sie als Mitgift seiner vierjährigen Tochter Elisabeth, die mit Otto IV. von Braunschweig-Lüneburg verlobt wurde. 1642 plünderten Weimarer Reiter den Ort und brannten die Burggebäude nieder; danach wurden sie wieder aufgebaut und als Amtshof genutzt.
Die Burg dient heute als Versammlungsort für lokale Vereine und Gruppen, die das Anwesen für ihre Treffen und Veranstaltungen nutzen. Dies zeigt, wie der Ort weiterhin im täglichen Leben der Gemeinde verankert ist.
Die Burg Aerzen liegt an der Burgstraße 1 in Aerzen im Weserbergland südlich von Hameln. Die Anlage liegt nicht auf erhöhtem Gelände; die Flügel umschließen einen ebenen Innenhof, den eine Tordurchfahrt im Westflügel erschließt. Der später errichtete Ostflügel schließt die Hofseite, die früher nur durch eine Mauer begrenzt war.
Die Zehntscheune von 1561 steht nicht mehr bei der Burg: Seit 1980 gehört sie zum Freilichtmuseum Cloppenburg. Vom einstigen Wirtschaftshof sind zwei Ställe aus dem 18. Jahrhundert erhalten, und der erst in jüngerer Zeit errichtete Ostflügel schließt einen Innenhof, der auf dieser Seite früher nur von einer Mauer begrenzt war.
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