Haus Hohe Pappeln, Art Nouveau Wohnhaus in Weimar, Deutschland
Haus Hohe Pappeln ist ein Wohngebäude im Jugendstil in Weimar, das sich durch die sorgfältige Gestaltung aller Details auszeichnet. Die Räume im Inneren sind genauso geplant wie die Fassade, sodass das Gebäude einen zusammenhängenden Gesamteindruck schafft.
Das Haus wurde von 1906 bis 1907 vom belgischen Architekten Henry van de Velde erbaut, der es als sein eigenes Wohnhaus nutzte. Van de Velde leitete zu dieser Zeit eine Kunstschule in Weimar und setzte seine Ideen zum modernen Wohnen in diesem Gebäude um.
Das Haus zeigt die Handschrift eines Designers, der jeden Raum durchdacht hat: von den Türklinken bis zu den Tapeten wirkt alles aufeinander abgestimmt. Diese Gesamtkomposition spiegelt ein Verständnis wider, bei dem das alltägliche Leben in einem schönen Rahmen stattfinden sollte.
Das Haus liegt an der Belvederer Allee und lässt sich zu Fuß erreichen; die Besucher finden es in einem ruhigen Wohngebiet. Eine Führung durch die Räume zeigt die ursprüngliche Ausstattung und Gestaltung, wodurch man die Absicht des Designers nachvollziehen kann.
Im Garten hinter dem Haus steht eine Statue eines knienden Jungen, geschaffen vom Bildhauer Georg Minne, die in einer grünen Umgebung mit alten Obstbäumen wirkt. Diese Plastik ist ein Werk, das Van de Velde bewusst auswählte, um seine Vorstellung vom Zusammenleben von Kunst und Natur auszudrücken.
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