Roter Turm, Zylindrischer Turm am Schloss Belvedere, Deutschland
Der Rote Turm ist ein kleiner runder Pavillon mit Kegeldach neben dem Neuen Haus am Ende der Belvederer Orangerie. Seinen Namen verdankt er den rot gestrichenen Ziegeln der Außenmauern, während die tragende Wand aus Kostengründen als Fachwerk ausgeführt wurde. Ein kurzer Trakt verbindet ihn mit dem Neuen Haus, und innen zeigt eine bemalte Decke einen bewölkten Himmel.
Ursprünglich gehörte der Turm zur Weimarer Stadtbefestigung; ab 1775 ließ Herzogin Anna Amalia ihn zu einem mit Chinoiserien ausgestatteten Pavillon umbauen. Er stand im englischen Garten beim Wittumspalais und ist auf Johann Friedrich Lossius' Stadtplan von 1785 verzeichnet. Zwischen 1818 und 1822 leitete Goethe seinen Abbau und Wiederaufbau in Belvedere nach Plänen Carl Friedrich Christian Steiners.
Die sechs Chinoiserien im Inneren sind nicht die Originale Adam Friedrich Oesers, sondern bis 1821 entstandene Kopien von Johann Joseph Schmeller nach Aquarellen Johann Sebastian Carl Brandts und erhaltenen Originalteilen. Oeser hatte die Malereien und die Anregung dazu geliefert. Die eingezogene Decke ist als bewölkter Himmel bemalt.
Der Turm befindet sich innerhalb des Belvedere-Schlossgeländes und ist am einfachsten vom Hauptweg des Schlosses zu erreichen. Besucher sollten bedenken, dass die Innenräume begrenzte Öffnungszeiten haben und das Betreten in der Regel nur mit Führung möglich ist.
Die Decke des Turms ist als bewölkter Himmel bemalt, ein leicht zu übersehendes Detail beim Blick auf die Fresken. Die heute sichtbaren sechs Chinoiserie-Fresken sind nicht die Originale Adam Friedrich Oesers, sondern bis 1821 entstandene Kopien von Johann Joseph Schmeller, teils nach Aquarellen Johann Sebastian Carl Brandts.
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