Dom zu Bardowick St. Peter und Paul, Gotische Kirche in Lüneburg, Deutschland.
Der Dom St. Peter und Paul in Bardowick ist eine gotische Backsteinstaffelhalle, die zwischen 1389 und 1485 errichtet wurde, mit steilem orangefarbenem Ziegeldach und zwei gedrungenen achteckigen Türmen, deren Spitzen kaum über den Dachfirst reichen. Hohe Backsteinpfeiler gliedern die Langwand in Joche mit schmalen Spitzbogenfenstern, und auf halber Dachhöhe sitzt eine kleine Gaube mit rundem Zifferblatt.
Der Kirchenbau begann 1146 und erlitt 1189 schwere Beschädigungen durch Heinrich den Löwen. Die heutige gotische Struktur wurde zwischen 1389 und 1485 fertiggestellt.
Die Kirche wird bis heute „Dom“ genannt, obwohl sie nie Bischofssitz war: Sie war eine Stiftskirche, und seit 1850 verwaltet die Klosterkammer Hannover sie. Das Chorgestühl aus Eiche von 1487 hat 54 Sitze und ist das größte in Norddeutschland. Über dem Südportal sitzt ein hölzerner Löwe mit vergoldetem Bleimantel und der Inschrift Vestigium Leonis.
Der Zugang ist täglich möglich, wobei die Öffnungszeiten zwischen Winter und Sommermonaten variieren. Besucher sollten damit rechnen, dass die Kirche während Gottesdiensten möglicherweise nicht einsehbar ist.
Fünf der sieben Glocken stammen aus dem Mittelalter; die beiden größten im Nordturm wurden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegossen, die „Sonntagsglocke“ trägt die Inschrift „Ulricus fecit me“. Im Südturm hängt ein romanisches Dreiergeläut des 12. und 13. Jahrhunderts, zwei davon noch als Bienenkorbglocken. Die kleine Glocke im Dachreiter läutet dreimal täglich zum Gebet und schlägt die halbe und volle Stunde.
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